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an dieser stelle wollen wir euch das volkstanzkomitee ein bisschen genauer vorstellen und euch das geheimnis unserer musik näher bringen. wie, wann und warum, hier werdet ihr es erfahren...

wie slawiner zum vtk kam
meine Liebe zu russischer folklore verdanke ich zum einen dem tonbandgerät meines vaters, vor dem ich bereits kurz nach meiner entbindung mehrere stunden täglich verbrachte, und zum anderen meiner tante betty, die mit ihrem akkordeon jede familienfeier zum kochen brachte. etwa 32 jahre später führte mich ein glücklicher zufall ins berliner kaffee burger zu einer veranstaltung namens »datschadance, osteuropäischer tanztumult«. es war ein schlüsselerlebnis. hier lief ausschließlich die art von musik, zu der ich schon immer eine ganze Nacht lang durchtanzen wollte. als ich gegen sieben uhr morgens glücklich, durchgeschwitzt und reichlich alkoholisiert aus dem laden gefegt wurde, beschloss ich, etwas adäquates möglichst bald in frankfurt aufzuziehen. ich besuchte den datschadance noch einige Male, freundete mich mit dj auflegewitsch gregor rajewski an und begann gleichzeitig, meine musiksammlung zu vergrößern. wrobeljev und ich fanden einander im sommer 2002, als er auf einer party plötzlich eine balkan-nummer auflegte und alle Anwesenden mich eingeschlossen in ekstase brachte. ich drückte ihm daraufhin meine vorsorglich mitgebrachte lp »traumurlaub in jugoslawien« in die hand, sagte: »spiel die 6, vertrau mir!« und gemeinsam beobachteten wir, wie die partygäste komplett ausrasteten. wir sahen uns an und uns wurde klar, wir hatten eine aufgabe. im sommer 2003 bekamen wir zuwachs durch don hottic, das volkstanzkomitee war endlich komplett.

don hottic im folklore-land
am anfang war der film, nämlich »underground« von emir kusturica. man schrieb das jahr 1995, ich trieb mich bevorzugt auf trance- und goa-parties (unter anderem im exzess-keller) als besucher und veranstalter herum. nach jahren des feierns war dort für mich musikalisch alles gesagt, es musste etwas geschehen. es sollte aber noch ein wenig dauern, genauer bis zum konzert von emir kusturica and the non-smoking orchestar im frankfurter kongresszentrum im jahr 2000.
plötzlich war da diese gipsymusik, dieser wahnsinn aus 7/8-takt und schiefen tönen, scheppernden trompeten und ausgelassenem feiern. es gab also noch party außerhalb von trance, house und techno. und dann ging alles ganz schnell, nach dem kusturica-konzert war ich endgültig infiziert. andrea von hotel ost/trio terz machte mich zeitgleich noch mit klezmer bekannt, ich lauschte fasziniert den klängen des akkordeons und der klarinette. dazu kamen alte kindheitserinnerungen wieder zurück, meine jahre im arabischen ländern, die ich mit meinen eltern dort verbrachte, der klang des souks, die händler, die mich auf einen tee in ihren laden zogen, die allgegenwärtige musik und athmosphäre des basars.
schliesslich ging alles relativ schnell, schallplattenaufleger wrobeljev kannte ich noch aus schauraum-tagen, man nahm kontakt auf, die erste vtk-party sprengte alle ketten. und seither habe ich die ehre, dem volkstanzkomitee anzugehören und mit meiner vorliebe für orientalische klänge und die musiklandschaften des ostens das internationale tanzvergnügen voranzutreiben.
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